Die etwas andere Bierspezialität – Rotbier

Ein Bier mit spannender Historie

Generell unterscheidet man zwischen dem Belgischen Rotbier und dem Nürnberger Rotbier. Die Westeuropäische Variante aus Belgien wurde ursprünglich im 19ten Jahrhundert entwickelt. Mit einem Alkoholgehalt von üblicherweise 5% und einem süßlich-sauren Geschmack hat es die namensgebende, rote Färbung. Traditionell erfolgt die Reifung in Eichenfässern. In Nürnberg hingegen hat das Original Nürnberger Rotbier seinen Ursprung im frühen Mittelalter. Hier ist der Gerstensaft ein untergäriges Getränk, welches nur mit Gerstenmalz hergestellt wird.

Davon abgesehen werden aber auch andere Biersorten als Rotbier bezeichnet. Namensgebend ist dabei natürlich die typische Farbgebung. Sie reicht von einem dunklen Rotbraun bis hin zu rotstichigen Gelbtönen. Dieses Merkmal wird entweder durch die Lagerung oder durch den Zusatz von Farbmalzen geschaffen. Es herrscht nicht wirklich Einigkeit über die tatsächliche Herkunft des Rotbiers. In manchen Regionen wird auch das Rauch- oder Braunbier als rotes Bier bezeichnet.

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Rotbier am hiesigen Markt und in anderen Ländern

Rotbier wird gerne von kleineren Brauereibetrieben in das Programm aufgenommen. Es bietet auch Bierkennern ein frisches Geschmackserlebnis und ist nicht ganz so bekannt wie die typischen Sorten der großen Marken. Der süßlichere Auftritt – schon in der Nase – steht im deutlichen Gegensatz zu z.B. einem herben Pils. Durch moderne Braumethoden kann der Farbton noch genauer beeinflusst werden. Insbesondere die Zugabe von Malz und Hopfen haben hier eine unmittelbare Auswirkung.

Auch in England sind entsprechende Biersorten anzutreffen. So bietet zum Beispiel Murphy’s mit seinem Irish Red eine entsprechende Variante an. Generell sind die roten Biere auf der Insel nicht ganz so selten, wie bei uns. Wird bei der Herstellung das deutsche Reinheitsgebot nicht minutiös eingehalten, erkennt man Rotbiere an veränderten Namen, wie Kirschbier oder Lambicbier. Sie weisen dann eine erkennbar fruchtige Note auf.

Eine lohnende Erfahrung

Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte dem charaktervollen Rotbier eine Chance geben. Die vielen Nuancen und der spannende Farbton sind eine tolle Alternative zu den etablierteren Biersorten. Wer das Bier gerne zum Essen genießt, der kann es ideal zu deftigen Wildgerichten kombinieren.