20 Rotbiere aus Deutschland

Im Rahmen der neuen deutschen Bierkultur entdecken manche Brauer deutsche Stile wieder, die in Vergessenheit geraten sind. Einer dieser Stile ist das Rotbier, das früher vor allem in Nürnberg und Umgebung erfolgreich war. In dieser Ausgabe stellen wir einige der (sowohl unter- als auch obergärigen) Rotbiere vor, die es in verschiedenen Ecken Deutschlands mittlerweile gibt (oder gegeben hat). Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich die einzelnen Rezepturen sind. Nachfolgend findet ihr alle Informationen zu den Bieren, die die Brauereien veröffentlichen wollten (oder konnten).

Altstadthof Nürnberger Rotbier, 5,2%

Stammwürzegehalt: 13,3 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 19; Farbe: 45 EBC; Hefe: untergärig; Malz: Spezielles Malz, das extra für die Brauerei Altstadthof hergestellt und dabei bei 102 bis 103 °C gedarrt wird; Seit wann wird es gebraut: 1998; Von wem stammt das Rezept: Überliefertes Nürnberger Rezept, von Brauereigründer Reinhard Engel an heutige Rohstoffe und Technik angepasst; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: malzaromatisch mit ausgeglichener Hopfenbittere und fruchtigem Aroma.

Berliner Bierfabrik Rotbier, 5,5%

Stammwürzegehalt: 13,8 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Farbe: 30 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pilsner Malz, Cara Red, Melanoidinmalz, Cara Amber; Hopfen: Herkules, Summit; Seit wann wird es gebraut: 2014; Von wem stammt das Rezept: Berliner Bierfabrik; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: malziger Geruch, nach Toffee, eingekochten Erdbeeren, Rhabarber. Im Geschmack Röstmalze, Karamell und Erdbeeren.

Brauartium Red Ale, 5,0%

Stammwürzegehalt: circa 11,5 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Hefe: obergärig; Malze: Pilsner Malz, Münchner Malz (beides Bio), Cara Red, Cara Aroma; Hopfen: wechselnd Perle, Hallertauer Tradition, Tettnanger in der Kochung und Chinook zum Stopfen; Seit wann wird es gebraut: erstmals 2011, Rezept wurde seither immer mal wieder angepasst; Von wem stammt das Rezept: Andre und Dirk Dieckmann; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: ab dem Antrunk Mango und Maracuja, dazu kommen bald Hopfenbittere und Karamellnoten.

Bremer Braumanufaktur Hopfenfänger Rotbier, 5,1%

Stammwürzegehalt: 12,2 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 18; Farbe: 32 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pilsner Malz, Münchner Malz, Cara Hell, Cara Dunkel; Hopfen: Tradition, Spalter Select, Hallertauer Mittelfrüh; Seit wann wird es gebraut: 2014; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Es duftet nach Malz und Getreide. Im Antrunk zeigt sich ein dominanter Malzkörper. Das Bier ist schlank mit mildem Karamellaroma, im Nachtrunk wird das Malzaroma durch eine herbe Bitterkeit abgerundet.

Bremer Union Rotbier, 5,5%

Stammwürzegehalt: 12,5 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Farbe: 35 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pilsner Malz, Münchner Malz Typ 1, Melanoidinmalz, Cara Red; Hopfen: Tradition, Herkules; Seit wann wird es gebraut: 2015; Von wem stammt das Rezept: Doreen Gaumann; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: feine, süßliche Malznoten, voller Körper aus Spezialmalzen, abgerundet durch die sanfte Bittere von Tradition und Herkules.

Buddelship Roter Klinker, 5,3% (wird derzeit nicht gebraut)

Stammwürzegehalt: 13,6 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 20; Hefe: untergärig; Malze: Gersten- und Roggenmalz, Caramalze; Hopfen: Hallertauer Hersbrucker, Tettnanger, Saphir, Perle; Seit wann wird es gebraut: 2014 bis 2016; Von wem stammt das Rezept: Simon Siemsglüß; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Rotbier mit Malz-, Karamell- und Toffeearomen, das seinen Charakter insbesondere durch die aromatischen Caramalze erhält. Der Körper ist voll, der Abgang lang und malzig.

Eichbaum Rotes Räuberbier, 5,9%

Stammwürzegehalt: 13,3 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 23; Farbe: 30 EBC; Hefe: untergärig; Seit wann wird es gebraut: 2008; Von wem stammt das Rezept: interne Produktentwicklung; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: vollmundig im Geschmack, mit malzaromatischer Note und elegant abklingender Bittere.

Holsten Rotklinker Brown Ale, 6,1% (wird derzeit nicht gebraut)

Stammwürzegehalt: 14,9 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 40; Farbe: 40  EBC; Hefe: obergärig; Malze: Wiener Malz, Karamellmalz, Melanoidinmalz; Hopfen: Cascade, Mandarina Bavaria, Hüll Melon; Seit wann wird es gebraut: 2016; Von wem stammt das Rezept: Ralf Gebhardt (Braumeister der Holsten Brauwelt); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: kräftig.

Kehrwieder Kreativbrauerei Hamburger Rot, 5,0%

5,0 % (wird derzeit nicht gebraut)Stammwürzegehalt: 12,5 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Farbe: circa 27 EBC; Hefe: obergärig; Malze: Pilsner Malz, helle und dunkle Karamellmalze, entbittertes Röstmalz; Hopfen: Northern Brewer, Perle; Seit wann wird es gebraut: erstmals gebraut 2016, der nächste Brautermin ist noch nicht geplant; Von wem stammt das Rezept: Oliver Wesseloh; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: schlanker Körper mit angenehmer Karamellnote.

Köstritzer Red Lager, 5,0%

Stammwürzegehalt: 11,8 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Farbe: 60 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pilsner Malz, Melanoidinmalz, Special X Malz; Hopfen: Perle, Hallertauer Tradition; Seit wann wird es gebraut: 2015; Von wem stammt das Rezept: Köstritzer Schwarzbierbrauerei; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Die Komposition aus Aromahopfen und Karamellmalzen setzt die feinen Malznoten in Balance mit zartbitteren Kaffee- und Röstaromen, Kastanienhonig, Trockenfrüchten und einem frischem Pflaumenton.

LaBieratorium Rot, 5,0%

Stammwürzegehalt: 12,2 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 22; Farbe: 23 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Wiener Malz, Münchner Malz Typ I, Caramalz Hell, Cara Red; Hopfen: Hallertauer Tradition, Spalt Spalter; Seit wann wird es gebraut: 2016; Von wem stammt das Rezept: Olaf Wirths und Christian Sauer; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: malz­aromatisch, nussig.

Lemke Original, 5,4%

Stammwürzegehalt: 13,2 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 26; Farbe: 47 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Wiener Malz, Pilsner Malz, Cara Aroma, Carafa; Hopfen: Hallertauer Magnum; Seit wann wird es gebraut: 1999; Von wem stammt das Rezept: Oliver Lemke; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Pfeffer und weiche Röstaromen in der Nase. Im Geschmack dunkles Malz, die Textur ist trocken. Ein dezenter Säure-kick aus der Röstaromatik leitet ins Finale: Toffee-, Toast- und Kakaonoten.

Pyraser Rotbier, 4,6%

Stammwürzegehalt: 11,4 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 22; Farbe: 24 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Wiener Malz, helle und dunkle Karamellmalze; Hopfen: Perle, Hersbrucker, Saphir; Seit wann wird es gebraut: 2012; Von wem stammt das Rezept: Marlies Bernreuther (Geschäftsführerin) und Helmut Sauerhammer (Braumeister); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: mittlerer Körper, weiche Textur, Malzaromatik mit einer leichten Bittere und angenehmer Hopfenblume.

Ratsherrn Rotbier, 5,2%

Stammwürzegehalt: 12,5; Bittereinheiten: 22; Farbe: 15 bis 35  EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pale Ale Malz, Mela­noidin­malz, Karamellmalz; Hopfen: Herkules, Tradition, Saphir; Seit wann wird es gebraut: 2012; Von wem stammt das Rezept: Thomas Kunst, Philip Bollhorn (Braumeister) & Team; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: malzig, leicht süßliche Karamellnuancen mit würzigem Abgang.

Red Castle Rotbier, 5,0%

Stammwürzegehalt: 12,4 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: circa 20; Farbe: 22 bis 27; Hefe: obergärig; Malze: Pilsner Malz, Münchner Malz, Wiener Malz, Cara Red, Melanoidinmalz, Sauermalz; Hopfen: Hallertauer Perle; Seit wann wird es gebraut: 2012; Von wem stammt das Rezept: Michael Bellair (unter Verwendung eines Rezeptes aus dem 13. Jahrhundert); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: sehr fruchtiger, blumiger Geschmack mit leichten Minzenoten im Abgang.

Schanzenbräu Rotbier, 4,9%

Stammwürzegehalt: 11,9 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 24; Farbe: 29 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Wiener Malz, Münchner Malz, Carafarb; Hopfen: Tradition, Select; Seit wann wird es gebraut: 2004; Von wem stammt das Rezept: Stefan Stretz (Geschäftsführer und Braumeister); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: leicht malzig, fein ausgeprägtes Hopfenaroma.

Veldensteiner Rotbier, 5,4%

Stammwürzegehalt: 12,5 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 20; Farbe: 35 EBC; Hefe: untergärig; Hopfen: Hersbrucker; Malz: Pilsner Malz, Karamellmalz, Spezialmalze; Seit wann wird es gebraut: 2017; Von wem stammt das Rezept: Andreas Laus (Braumeister); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: vollmundig-süffiges Vollbier mit barockem, kernigem Körper.

Vormann Rotbier, 5,0%

Stammwürzegehalt: 11,9 Gewichtsprozent; Bittereinheiten: 25; Farbe: 14 EBC; Hefe: untergärig; Malze: Pilsner Malz, Münchner Malz; Hopfen: Tettnanger Tettnanger, Hallertauer Mittelfrüh, Tettnanger Perle; Seit wann wird es gebraut: 2011; Von wem stammt das Rezept: Christian Vormann (Geschäftsführer), Dirk Seeger (Braumeister); So beschreibt die Brauerei den Geschmack: schlankes, fein strukturiertes Bier; die aromatischen Hopfensorten umschmeicheln einen ausgewogenen Malzkörper; aromatisch, hopfenblumig, süffig.

Wagner Kupferstich Rotbier, 4,9%

Stammwürzegehalt: 12,1 Gewichtsprozent; Seit wann wird es gebraut: 2014; Hefe: untergärig; Von wem stammt das Rezept: Günter, Hermann und Rainer Wagner; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Seine leuchtend rötliche Farbe bekommt es von einer speziellen Malzmischung. Das fruchtig-hopfige Aroma macht es zu einem echten Biererlebnis.

Zeiler Abendrot, 4,8%

Stammwürzegehalt: 11,8 Gewichtsprozent; Hefe: obergärig; Hopfen: Comet; Seit wann wird es gebraut: erstmals 2016, in diesem Sommer zum zweiten Mal; Von wem stammt das Rezept: Max Göller; So beschreibt die Brauerei den Geschmack: Das Abendrot vereint die süßen und würzigen Aromen des Malzes mit den fruchtig-frischen Aromen des Flavorhopfens Comet, der Blau- und Heidelbeernoten ins Bier bringt. Abgerundet werden die Aromen durch den Einsatz einer Alehefe.